Wahlprogramm 2014-2018
Beitreten

Jetzt Mitglied werden

Mitmachen bei unserer Kreis-Arbeitsgruppe

AG Werkstadt

Medienmitteilung der SP, Grünen, GLP und AL des Kreises 9

Die SP, Grünen, GLP und AL des Kreises 9 fordern fussgängerfreundliche Gestaltung der Altstetterstrasse

Zürich, 10.2.2017 - Die Stadt gestaltet die Altstetterstrasse zwischen Badener- und Hohlstrasse teilweise neu. Die heutige Situation ist insbesondere für Fussgängerinnen und Fussgänger ungenügend, weil es vor allem zur Badenerstrasse hin zahlreiche Engpässe gibt. Die oben genannten Parteien möchten zudem den Lindenplatz in die Planung miteinbeziehen. Der Stadtrat wird aufgefordert, im Rahmen der Neugestaltung eine Tempo-30-Zone zu projektieren.

Die Strecke der Tramlinie 2 auf der Badenerstrasse bleibt unverändert. Deswegen eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Altstetterstrasse. Ende 2013 überreichte der Gemeinderat dem Stadtrat eine Motion zur Aufwertung des Raums zwischen Badenerstrasse und Hohlstrasse. Das nun vorliegende Projekt des Stadtrats (GR-Nr. 2017/217) scheint den Sektionen des Kreises 9 der SP, Grünen, Grünliberalen und AL nicht ausgereift, weshalb die Fraktionsmitglieder dieser Parteien im Gemeinderat eine Rückweisung beantragen.

Das Augenmerk soll dabei in erster Linie auf den Fussverkehr gerichtet werden. Besonders von der Badenerstrasse bis hin zum Neumarkt Altstetten gibt es zahlreiche Engpässe. Die Tempo-30-Zone trägt diesem Umstand Rechnung. Wir verlangen zudem im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten markierte Fussgängerstreifen an neuralgischen Stellen. Wo immer möglich soll die Stadt die bestehenden Bäume erhalten und die Trottoirs mit begehbaren Baumscheiben hindernisfrei gestalten.

Der Vorschlag sieht eine Verbreiterung des Trottoirs an der Ecke Altstetter- und Badenerstrasse vor. Die Rechtskurve dort muss dazu angepasst und die Breite der Fahrspuren reduziert werden. Dies ist nur mit einem Lastwagenverbot zu erreichen. Diese Massnahme zur Beseitigung des Engpasses erachten wir als zwingend. Zudem ist das Verbot vertretbar, da die dort angesiedelten Geschäfte wie bis anhin ihre Waren rückseitig anliefern können. Wir begrüssen zusätzlich die Prüfung eines Anreizes zur Verminderung des Durchgangverkehrs, indem der Linksabbieger von der Altstetterstrasse stadtauswärts in die Hohlstrasse aufgehoben wird.

Die Planung soll auch den Lindenplatz umfassen, da sonst zu befürchten ist, dass das hier ansässige Gewerbe abgeschnitten wird. Im Vordergrund bei der Anordnung der Bushaltestellen steht die Nähe zum Lindenplatz beziehungsweise zur Tramhaltestelle. Schliesslich soll der Perron der Haltestelle Lindenplatz (Tram 2 und Bus 35) stadtauswärts deutlich verbreitert werden.

Für weitere Auskünfte

Pascal Lamprecht, Gemeinderat SP Zürich 9 und SK SID/V, Tel: 076 419 11 03

Markus Knauss, Gemeinderat Grüne und SK SID/V, Tel: 079 642 27 29

Markus Baumann, Gemeinderat GLP 3/9, Tel: 076 396 19 20

Christina Schiller, Gemeinderätin AL, Tel: 079 686 18 05

Markus Baumann im Züri West vom 17. November 2016

Aus dem Gemeinderat: Digitale Transformation – warum Zürcher KMU gefordert sind

Der digitale Wandel hat unseren Alltag fest im Griff: Jederzeit online verfügbare Informationen und Dienstleistungen, Smartphones und soziale Netzwerke sind zur Selbstverständlichkeit geworden und verändern unser Konsumverhalten grundlegend. Diese Anspruchshaltung fordert die Zürcher KMU-Landschaft gleich in mehreren Bereichen: Einerseits erlangen Konsumenten aufgrund der zunehmenden Transparenz eine nie zuvor da gewesene Marktmacht und erwarten neue und schnellere Arten der Interaktion. Andererseits zwingen der akute Fachkräftemangel und eine zunehmende Anzahl an «Digital Natives» in der Belegschaft Unternehmen dazu, diesen wertvollen Personalressourcen genau die Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, unter denen sie punkto Produktivität zur Höchstform auflaufen können.

Grösster Wandel

Die Geschwindigkeit, mit der technologische Veränderungen adaptiert werden müssen – um im Markt überhaupt zu bestehen –, nimmt stetig zu. Damit ist auch klar, dass die Digitalisierung kein einmaliges Projekt, sondern vielmehr ein kontinuierlicher Prozess sein muss. Viele Zürcher KMU verfolgen heute digitale Projekte: Hier eine mobile App, dort ein neuer Online-Shop. Die wahre Herausforderung aber ist es, digital zu sein und die neuen digitalen Technologien umfassend und für alle Unternehmensbereiche zu nutzen. Mit der digitalen Transformation werden Strategie, Struktur und Kultur von Unternehmen massgeblich verändert. Nur so können bessere Kundenerlebnisse geschaffen und der Unternehmenserfolg nachhaltig gesichert werden. Zürcher Unternehmen – seien sie noch so klein – tun deshalb gut daran, diesen Wandel jetzt aufzugreifen und erfolgreich für sich zu nutzen.

Die Smart-City bietet grosse Chancen, um unser Leben in den Grundsätzen verändern zu können, wie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Andererseits kann durch die Integration intelligenter Systeme eine Entlastung der Mitarbeiter von Routinetätigkeiten sowie der Erhalt der Produktivität erreicht werden – im Speziellen bei älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Das heisst, die Digitalisierung bietet Lösungsansätze, die den Herausforderungen im Zuge der demografischen Entwicklungen Abhilfe schaffen können.

Herausforderung für die Politik

Es ist unsere Aufgabe als Gemeinderäte der Stadt Zürich, in der politischen «Digital Agenda» sicherzustellen, dass moderne Aus- und Weiterbildungssysteme, schulische, duale und tertiäre Ausbildung zu einer umfassenden beruflichen Qualifizierung führen, ebenso zur Sicherstellung digitaler Kompetenzen in der Bevölkerung. Die Verantwortung der Unternehmen besteht darin, einen effizienten und schnellen Weg zu finden, wie sie ihre Geschäftstätigkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen und ihre Art der Kundeninteraktion an neue Gegebenheiten und technologische Möglichkeiten anpassen können, damit wir Arbeitsplätze in Zürich auch langfristig sichern und neue schaffen können.

Markus Baumann im Züri West vom 14. April 2016

Aus dem Gemeinderat: Zürich muss sich mit Neuem auseinandersetzten

Die Stadt Zürich wächst und könnte bald eine halbe Million Einwohnerinnen und Einwohner haben. Die Stadt steht also vor grossen Herausforderungen in der nachhaltigen Bewältigung des prognostizierten Bevölkerungswachstums.

Es ist wichtig, dass wir diesen Herausforderungen nicht mit Abschottungsreflexen begegnen. Vielmehr müssen wir aktiv die Chance wahrnehmen, mitgestalten und das Entwicklungspotenzial unserer Stadt zu nutzen. Die aktuelle Wachstumsdynamik bietet eine Chance, übergeordnete Herausforderungen bei Wirtschafts- und Umweltthemen zu lösen. Denn städtische Lebensformen tragen wesentlich dazu bei, die fortschreitende Zersiedelung zu bremsen, bedarfsgerechtes und flächenschonendes Wohnen zu beleben und mittels ressourceneffizienter Mobilität die Nähe zwischen Wohnen, Arbeit und Freizeit zurückzuholen.

Wir müssen Verantwortung für künftige Generationen übernehmen, indem wir zeitgemässe Antworten auf aktuelle Fragestellungen liefern. Die brennendste Frage lautet: Wie gestalten wir ein qualitätsvolles Stadtwachstum, das Flächen und Ressourcenverschwendung vermeidet? Gleichzeitig müssen wir versuchen, die Herausforderungen einer modernen Stadt nicht mit Rezepten der Vergangenheit zu lösen, wie dies gerade von bürgerlichen Parteien ge fordert wird.

Daher gilt folgender Grundsatz: Eine wachsende Stadt ist eine lebendige Stadt, die sich stetig neu erfinden muss. Sie bietet Entwicklungsmöglichkeiten für eine urbane Vielfalt aus Arbeit, Wohnen, Ausbildung, Kultur sowie Freizeit und Sport, die es gemeinsam zu nutzen gilt. Eine wachsende Stadt bedeutet aber auch Veränderung und setzt die Bereitschaft voraus, sich mit Neuem auseinanderzusetzen und neue Ideen für
neue Herausforderungen zu finden. Dabei ist aus unserer Sicht die grösste Herausforderung, Wachstum und Lebensqualität bei gleichzeitig sinkendem Ressourcenverbrauch zu ermöglichen. Das zentrale Stichwort ist dabei die Suffizienz!